Der Archetyp Genuss (Stier, Yin-Venus. 2.Haus)

»Mit einem Hauch von Genuss beginnt das Leben wirklich.«

– Oscar Wilde.

 

Indem wir den Augenblick einfach genießen, verändert sich alles. Unser Körper entspannt sich, durchwärmt vom harmonischen Puls unseres Herzens. Probleme verblassen leicht, und wir können gelassener mit ihnen umgehen. Statt in zukünftigen Sorgen, Plänen oder vergangenen Mustern zu verweilen, sind wir präsenter im Hier und Jetzt. Durch das Teilen dieser genussvollen Energie mit anderen fällt es uns leichter, uns auf eine liebevolle Weise zu begegnen.

Wirkliches Genießen ist nicht bloß ein flüchtiges Gefühl, sondern die geheime Zutat für Freude, Anmut, Frieden und Liebe. Kreativität, Lernen und Wachstum sind ebenfalls untrennbar mit Genuss verbunden. Unsere Gesundheit ist sogar von Genuss abhängig, da sie ein Ausdruck unseres genussvollen Körpers ist.

In unserer Kultur scheint der Genuss allgegenwärtig zu sein. Er versteckt sich in der Pralinenabteilung mit einem frechen Grinsen im Gesicht, Verführt uns mit sinnlichen Szenen in der Werbung, pulsiert aus den Infinity-Pools in den sozialen Medien und zwingt uns fast zu exotischen Urlaubskaufentscheidungen.

 Im Wirklichkeit jedoch ist echter Genuss so selten, dass man ihn fast in einem Museum ausstellen müsste. Viele Studien zeigen, dass obwohl Menschen Zugang zu vielen Annehmlichkeiten und Ressourcen haben, sie ihr Leben nicht wirklich genießen können.

Um den Hintergrund dieses Phänomens zu begreifen, müssen wir uns mit einigen kulturellen Mythen auseinandersetzen und verstehen, wie die Biologie des Genusses tatsächlich funktioniert.

 

Genuss ist eines unserer Grundbedürfnisse! 

Douglas Lisle der US-amerikanischer Psychologe und Co-Autor des Buches „The Pleasure Trap: Mastering the Hidden Force That Undermines Health & Happiness“ merkt an, dass unsere wie Signale wirken und uns zeigen, was in unserer Umgebung gut (Angenehme Erregung – Genuss – Stier Archetyp) oder schlecht (negativer Erregung – Schmerz – Skorpion Archetyp) für die Weitergabe unserer Gene ist. Angenehme Erregung bewirkt, dass der Körper sich öffnet. Mehr Blut gelangt an die Oberfläche der Haut, die Augen strahlen, die Hände werden wärmer, die Bewegungen werden harmonischer, das Gehirn wird aktiviert, und das Herz schlägt kohärent. Ein Zustand negativer Erregung ruft hingegen gegenteilige Effekte hervor: Der Körper zieht sich förmlich zusammen, das Blut und die Erregung konzentrieren sich im Inneren, in den Muskeln und im Herzen, um Flucht oder Kampf möglich zu machen. Das Herz beginnt wild zu pochen! Der Körper wird kalt, die Bewegungen chaotisch, der Blick wird starr. Dieses evolutionäre primäre Skript, welches wir mit den Tieren teilen, läuft immer im Hintergrund und aktiviert sich automatisch, unabhängig davon ob wir es wollen oder nicht.

Je wirksamer wir in der Suche nach Vergnügen, in der Vermeidung von Schmerz und im effizienten Energieverbrauch sind, desto höher ist die statistische Wahrscheinlichkeit des Überlebens unserer Gene.

Da genetischer Transfer ohne Sex nicht möglich ist, ist der Orgasmus der evolutionäre Genuss-Jackpot, und unser Belohnungszentrum jubelt vor Freude wenn wir uns verlieben.

Die Lust auf Vergnügen, insbesondere das Verlangen, einen Partner für die Fortpflanzung zu gewinnen, sowie das geschickte Vermeiden von Schmerz sind entscheidende Antriebe menschlichen Verhaltens, was uns für bestimmte Situationen sensibel macht. Wenn wir beispielsweise an einer Bäckerei vorbeigehen und den verlockenden Duft wahrnehmen, verändert sich unser momentaner Zustand. Der Grad unseres Hungergefühls verstärkt dabei die Wirkung des Duftes. Von diesem Augenblick an folgen unsere Gedanken, Emotionen und Handlungen einem neuen Kurs.

Ohne eine tiefes und bewusstes Verständnis und ohne respektvolle Rücksicht auf andere kann dieses archaische Skript uns aber auf brüchiges Eis führen.

 

Achtung Falle! Zu viel Vergnügen steht unserem Glück im Weg.

In unserem oft schnelllebigen und stressgeladenen Alltag, produziert der Körper große Mengen des Hormons Cortisol, welches auf den präfrontalen Kortex einwirkt – dieser ist für rationale Entscheidungen und starke Willenskraft verantwortlich. 

Wenn viel Cortisol im Blut zirkuliert, verspüren wir ein starkes Bedürfnis nach sofortigem Vergnügen, um so kurzfristige Entspannung und Erleichterung zu erfahren. In einer Welt die uns ein verführerisches Überangebot an leicht verfügbaren Vergnügungen bietet und mit einem durch Cortisol gelähmten präfrontaler Kortex, erfordert es fast übermenschliche Fähigkeiten, diesen nicht zu erliegen. Je häufiger wir dies tun, desto stärker wird unser Dopamin-System überreizt, was zu einer Desensibilisierung unseres Belohnungszentrums führt. Wir brauchen mehr Zucker, mehr Geld, mehr Erfolg, mehr Kokain, mehr Pornografie usw., um dasselbe Level an Vergnügen zu empfinden. Dopamin an sich ist nicht schlecht. Als wichtiger Neurotransmitter bringt es uns jeden Morgen dazu, aktiv zu werden, aufzustehen und etwas zu unternehmen. Eine regelmäßige und zwanghafte Stimulation unseres Dopamin-Systems führt jedoch zu Sucht. Und es gibt hierbei eine weitere, noch problematischere, Begleiterscheinung: Dopamin senkt den Serotonin-Spiegel. Dies führt langfristig zu einer Minderung unseres allgemeinen Wohlbefindens. Ohne ausreichend Serotonin ist es nicht möglich, Freude und Zufriedenheit zu empfinden. 

Es ist sehr wichtig, dass die beiden „Glückshormone“ Dopamin und Serotonin im Gleichgewicht bleiben. Ein Übermaß des einen verringert das andere.

Für einen Dopamin-Entzug hilft alles, was den Cortisol-Spiegel senkt: weniger Kaffeekonsum, Kreativität, Meditation, Nahrungsergänzungsmittel, Bewegungsaktivität, Tanzen, Yoga, bewusstes Atmen, Shinrin-Yoku, Kuscheln und Umarmen, Power-Posing (Amy Cuddy: 30 Sekunden zu Power-Posen), Sauna usw. Schau dir auch das YouTube-Video Serotonin vs. Dopamine – 7 Key Differences Between Pleasure and Happiness“ an, um weitere Einblicke zu gewinnen.

All dies kann hilfreich und unterstützend sein, jedoch gelingt es uns in vielen Fällen nicht so einfach, uns aus dieser Situation zu befreien, ohne fachliche Hilfe in Anspruch zu nehmen.

 

Das Gefühl von Genuss resultiert aus der Harmonie zwischen unserem inneren Zustand und den äußeren Bedingungen.

Oftmals verbinden Menschen Genuss mit spezifischen Situationen wie z.B. geselligen Treffen, intimer Zweisamkeit, einem Gourmet-Dinner oder Entspannung in einem Spa. Allerdings ist jedes Vergnügen einzigartig und wird nicht stets auf dieselbe Weise erlebt.

Das dritte italienische Gelato schmeckt nicht so gut wie das erste. Schöne Musik wird uns auf die Nerven gehen wenn wir gerade Ruhe brauchen. Irgendwie amüsiert man sich besser mit seinen Freunden nach dem Mathetest als einen Tag davor. Und den sonst so genussvollen Waldspaziergang, kann man sich sparen, wenn man gerade an einer Birkenpollenallergie leidet.

Vergnügen resultiert aus der harmonischen Verbindung zwischen Körper und Welt.

Doch selbst gute Laune und ein angenehmes Umfeld garantieren nicht zwangsläufig Vergnügen, wir brauchen auch Vielfalt und Abwechslung! 

 

Der erste Genusskiller: Die Gewohnheit!

Gewohnheiten sind ein fundamentales Element unseres evolutionären Skripts, das uns bei unserer Suche nach Vergnügen und der Vermeidung von Schmerz hilft und um unsere Energie effizient zu nutzen. Es läuft darauf hinaus, dass unser Gehirn, sobald etwas Neues in unserer Umgebung auftaucht, alle Kräfte in Bewegung setzt, um herauszufinden, was es ist, und entsprechende Handlungspläne zu erstellen: Ist es bedrohlich wie ein Löwe oder schmackhaft und kann ich es essen? Wenn etwas für eine ausreichend lange Zeit in unserer Umgebung präsent ist und wir immer noch am Leben sind, neigen wir dazu, uns daran zu gewöhnen und es „routiniert“ zu ignorieren. Dies geschieht, um Energie und Ressourcen zu sparen, um für neue Ereignisse bereit zu sein, die jederzeit auftreten können. Unser Gehirn blendet es einfach aus! Wenn wir z.B. unserem Partner jeden Morgen einen warmen Tee zubereiten, gewöhnt er sich irgendwann so sehr daran, dass er es nicht mehr wirklich wahrnimmt. Es gibt ihm nicht so viel Freude und Genuss wie beim ersten Mal.

Gewohnheiten reduzieren sowohl positive als auch negative Erregungen!  Sie führen dazu, dass wir positive und genussvolle Aspekte in unseren Leben nicht mehr so intensiv wahrnehmen und dass wir uns leider auch an schmerzhafte und für uns „schädliche“ Umgebungen anpassen, Hauptsache wir überleben.

Um Genuss zu erleben, brauchen wir also Harmonie im Inneren und Äußeren sowie viel Abwechslung und/oder eine bewusste Dankbarkeit für den „Tee“.

Doch noch etwas ist wichtig! Genuss kann nicht rational erfasst oder erzwungen werden. Tatsächlich ist es so, dass je mehr wir ihm nachjagen, desto mehr entzieht er sich uns. Stattdessen muß man sich ihm hingeben und ihn zulassen, damit er uns ergreift. Dabei ist es sehr wichtig, dass wir uns entspannen und loslassen. Um Genuss zu empfinden, brauchen wir einen entspannten, frei reagierenden Körper.

 

Der zweite Genusskiller: Der Leistungsdruck.

Leider ist der Kult des Erfolgs, der in unserer Hustle-Culture weit verbreitet ist, darauf ausgerichtet unsere Körper eher auf Effizienz, Leistung und äußere Attraktivität zu trimmen, anstatt auf innere Schönheit, Entspannung, Genuss und freien Ausdruck.

Wir sind darauf konditioniert, uns auf das „Tun“ und die Erfüllung gesellschaftlicher Erwartungen zu konzentrieren, anstatt auf das „Sein“ und das bewusste Erleben des gegenwärtigen Moments, in dem sich der wahre Genuss und die Freude des Lebens verbergen.

Es ist nicht leicht, einfach nur „zu sein“, wenn deine Umfeld deinen „Wert auf Tinder“ anhand bestimmter Image-Trophäen, Titel, Diplome oder Macht und Erfolg definiert. In der westlichen Kultur kommt es nicht selten vor, dass diejenigen, die keine klaren Lebensziele haben und sich nicht in verantwortungsvollen Tätigkeiten engagieren, als naiv, unverantwortlich abgestempelt werden. Das führt offensichtlich dazu, dass man in der gesellschaftlichen Hierarchie unter den Durchschnitt fällt und sozial bedeutungslos erscheint. Diese Vorstellung kann für einen Jugendlichen, der gerade seinen Platz in der Gruppe sucht oder im Flirt-Fieber ist, quälend sein. Ihm zu sagen, dass er z.B. auf coole Markensneaker und eine „abgefahrene“ Jacke verzichten soll, kommt überhaupt nicht in Frage.

Der Arzt und Autor Dr. Gabor Maté, der für seine Arbeit im Bereich der Suchtmedizin und psychischen Gesundheit bekannt ist, erzählt, dass er während seiner Arbeit in der Palliativpflege, in der er sich um Menschen im Endstadium ihrer Krebserkrankung gekümmert hat, immer wieder das Gleiche beobachtet hat. Den Menschen fiel es sehr schwer ihre Rollen, Jobs und Aufgaben loszulassen. Sie konnten nicht „Nein“ sagen, obwohl ihre Sinne und ihr Körper danach geschrien haben. Hohe Erwartungen an sich selbst, zwanghaftes Handeln und das Unterdrücken eigener Emotionen trugen zu ihrer Krankheit bei.

Wir sitzen oft quasi wie Fröschen im „Wasser unseres zwanghaften Tuns“, und wir leide merken erst zu spät, dass es zu kochen beginnt!

 

WERDEN statt SEIN. 

Der erste Schritt besteht darin, aus den engen kulturellen Skripten auszubrechen und den Leistungsmodus abzuschalten! Das bedeutet nicht, den ganzen Tag auf dem Sofa zu liegen. Vielmehr geht es darum, sich öfter mit allen Sinnen in das, was man tut, zu engagieren, ohne Erwartungen, etwas Bestimmtes zu erreichen. Es geht um das „Sein“, nicht um ständiges Versuchen, zu „werden“ oder etwas zu erreichen!

Wenn du das nächste mal etwas erledigen muß, versuche dich voll und ganz auf das, was du tust, einzulassen, ohne daran zu denken, dass du es tun musst. Verweile in voller Achtsamkeit und all deinen Sinnen. Dies wird es dir ermöglichen, den Moment in einer völlig anderen Qualität zu erfahren. Es entsteht eine Harmonie zwischen dem eigenen Selbst und der Welt, welche so wichtig für den Genuss ist! Aber Genuss ist nicht das einzige Ergebnis! Diese Einstellung führt zu einer harmonischen und intelligenten Handlung.

Dr. Alexander Lowen, ein renommierter amerikanischer Psychotherapeuten und Begründer der Bioenergetik, sagt: „Der Mensch ist ein kreatives Wesen, nicht ein produktives. Und dennoch erreicht er große Leistungen durch seine Freuden. Leider findet er in seinen Leistungen nur wenig Genuss, da Produktivität für ihn wichtiger geworden ist.“

Um sich vollständig zu engagieren, ist es notwendig, nicht nur auf unsere inneren Empfindungen zu achten und sich dem Prozess hinzugeben, sondern auch im Einklang mit uns selbst zu sein.

Für weiterführende Einblicke darüber, wie du eine tiefere Verbindung zu dir selbst aufbaust, schau dir gerne meinen anderen Blogartikel „Die wichtigste Beziehung von allen – die Beziehung zu sich selbst.“ (Stier, das 2. Haus und die Yin-Venus) an.

 

Unsere unterdrückten Emotionen und verspannten Körper. 

Der Körper bildet die Grundlage für das empfinden von Genuss.

Er ist ein körperlicher, sinnlicher Zustand, der eine sensible Wahrnehmung erfordert. Wenn der freie Fluss von Empfindungen, Gefühlen und Emotionen in unserem Körper eingeschränkt ist, empfinden wir auch weniger Genuss. Leider wurden viele von uns darauf konditioniert, ihre Emotionen und körperlichen Impulse zu unterdrücken. Wir spannen unsere Schultern, Arme und Kiefer an, um unseren Ärger und unsere Wut zu zügeln. Wir spannen den Bauch und die Brust an und halten sogar den Atem an, um Traurigkeit und Angst zu vermeiden. Jahrzehntelanges Training in „korrektem kulturellem Benehmen“ hat sich in unserem Körper in Form von chronischen Verspannungen abgespeichert. Diese anhaltenden, oft unbewussten Muskelspannungen wirken wie Blockaden, die unsere emotionalen Konflikte widerspiegeln. Es ist nicht selten, dass während einer Faszien-Massage jemand in Tränen ausbricht, weil die Dehnung der verspannten Muskeln emotionale Energie freisetzt. Auch tiefe Atmung kann starke Emotionen auslösen. Umgekehrt hilft uns das Anhalten des Atems, weniger zu fühlen. Deswegen atmen so viele von uns nicht richtig! Wir trennen uns von unserem Körper, unseren Gefühlen und Impulsen und gewöhnen uns daran, uns von außen durch die Brille des Verstandes zu betrachten. Es mag dazu beitragen, dass wir weniger von unserer Angst, Trauer oder Wut spüren, aber bedauerlicherweise beeinträchtigen sie auch unser Empfinden von Genuss, unsere Selbstwahrnehmung, die natürliche Beweglichkeit unseres Körpers, unsere Anmut und unsere Fähigkeit zur kreativen Selbstexpression. 

Der Schönheitswahn unserer Kultur bringt weitere Herausforderung mit sich. Wir zwingen unsere Körper wie Kim Kardashian in „DAS MONROE-Kleid“, in dem wir kaum atmen und uns kaum bewegen können. Wir misshandeln unsere Körper unter dem chirurgischen Skalpell, spritzen uns Nervengift ins Gesicht um vermeintlich Attraktivität zurückzugewinnen. Doch die Schönheit hat viel mehr mit Magnetismus zu tun, nicht so sehr mit äußerlichen Erscheinungen. Sie ist vielmehr ein Ausdruck des inneren Zustands eines freien, genussvollen, spielerischen Körpers, der sich voller Anmut und Harmonie bewegt.

Emotionen und Gefühle sind wie Botschaften unseres Körpers über seine Bedürfnisse. Wenn wir sie unterdrücken, ignorieren und sie nicht respektvoll ausdrücken, entziehen wir uns unserer Lebensenergie und riskieren anhaltende Unruhe und Unzufriedenheit. Ein wertschätzender und respektvoller Umgang mit unseren Gefühlen und körperlichen Impulsen hingegen kann zu einer tieferen Zufriedenheit führen, da so im Körper gespeicherte Spannungen wieder aufgelöst werden.

Authentisches Teilen unserer wahren Gefühle legt den Grundstein für einfühlsame zwischenmenschliche Beziehungen. Ohne Offenheit über unsere Emotionen ist kein gegenseitiges Verständnis zu erwarten. Die intime Auseinandersetzung mit unseren sexuellen Bedürfnissen ist ebenso Teil davon. Ohne sexuelles Selbstbewusstsein kann die Wahl eines passenden Partners und die Entwicklung einer intimen Beziehung lediglich zufällig erfolgen.

Um echten Genuss zu erleben, hilft es unsere physischen Verspannungen zu lösen und uns unseren inneren emotionalen Konflikten, negativen Einstellungen, Überzeugungen und mentalen Hemmungen zu stellen. Es ist wichtig, sich selbst wertzuschätzen und anzuerkennen, wer wir sind, während wir unsere Gefühle auf respektvolle Weise ausdrücken.

Das Buch „Pleasure: A Creative Approach to Life“ von Dr. Lowen, bietet tiefgreifende Einblicke, wie du Hindernisse überwinden kannst, die dich davon abhalten, Genuss in vollem Umfang zu erleben.

 

Mit Genuss (Stier) kommt oft auch Schmerz (Skorpion).

Vergnügen und Schmerz markieren zwei gegensätzliche Pole. Die Befreiung von Schmerz wird als Vergnügen empfunden, während der Verlust von Vergnügen als Schmerz erlebt wird.

In der evolutionären Astrologie strebt die Entwicklung der menschlichen Seele nach Ganzheit, die unter anderem durch die Integration innerer Dualität und Widersprüche entsteht. Daher entsteht eine interessante Dynamik zwischen diesen beiden Gefühlen, die archetypisch mit den zwei gegensätzlichen Zeichen, Stier und Skorpion, verbunden sind.

Indem wir unseren Emotionen freien Lauf lassen, intensiviert sich nicht nur das Erleben von Genuss, sondern auch all unsere Empfindungen, einschließlich Schmerz. Um Genuss zu erleben, ist es oft erforderlich, den Mut aufzubringen, uns auch unseren täglichen Leiden zu öffnen.

Nehmen wir als Beispiel eine Situation, die sehr gut zur Stier-Skorpion Achse passt: Wenn wir Hals über Kopf verliebt sind, laufen wir gleichzeitig Gefahr, verletzt zu werden. Für eine intime Partnerschaft ist es wichtig, den Mut zu haben, sich in seiner ganzen Verletzlichkeit zu zeigen und gleichzeitig die Möglichkeit der Ablehnung zu akzeptieren. Je mehr wir uns selbst lieben und uns selbst schätzen, desto mehr Vertrauen finden wir in uns selbst, um einer anderen Person auf diese intensive Art zu begegnen. Selbstliebe (Stier Archetyp) vertieft intime Begegnungen (Skorpion Archetyp), während andererseits die intensive und transformative Kraft des Skorpions die Fähigkeit besitzt, sämtliche Schutzmechanismen unseres Egos zu durchbrechen, die dem Herz im Wege stehen. Beispielsweise kommt es nicht selten vor, dass wir während einer intimen Begegnung und tiefen berührenden Momenten weinen. Tränen lösen einen Zustand neurologischer Plastizität aus, um demütig genug zu sein, sich für das Neue und Unbekannte aus dem Herzen zu öffnen.

Auch die Bewältigung von emotionalen Konflikten, die zu Spannungen in unserem Körper führen und unseren Kontakt mit uns selbst sowie den Genuss beeinträchtigen, erfordert oft zunächst eine Konfrontation und Transformation, was häufig schmerzhaft sein kann. 

 

„Man kann kein Genuss empfinden, ohne den Schmerz der Wiedergeburt erneut zu erleben!“

 A. Lowen.

Das volle Leben beginnt mit dem Genuss! Lebendigkeit bedeutet, tiefe Atemzüge zu nehmen, unsere Sinne zu wecken, den pulsierenden, energetischen Lebensrhythmus zu spüren und sich frei und kreativ zu bewegen! Das Geheimnis des Genusses liegt in der harmonischen Erregung! Mit Genuss wird alles tiefer und intensiver. Freude ist nicht nur ein flüchtiges Vergnügen, sondern ein tief empfundenes Glück, das uns mit strahlendem Glanz erfüllt. Unser Energiefeld dehnt sich aus und pulsiert schneller und heller. Die Harmonie und Anmut in unseren kreativen Handlungen strahlen einen Magnetismus aus, der Schönheit und Glück in unser Leben zieht. Die Fähigkeit, den Genuss zu empfinden, steigert unseren Appetit auf das Leben und erlaubt es uns, es in all seiner Schönheit und Fülle zu genießen! 

Was uns am meisten Genuss bereitet und unseren Appetit auf das Leben weckt, lässt sich an dem Zeichen, der sich am 2. Haus unseres Geburtshoroskops befindet, ablesen. Zusätzliche Einsichten erhalten wir durch die Position des planetaren Herrschers dieser Zeichen, mögliche Planeten im 2. Haus und die Position der Venus.

Ich wünsche dir viel Genuss, bis bald. 😊

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